Zwangsarbeit

Gleich nebenan - Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Im Sommer 1942 war jeder zweite Landarbeiter und jeder vierte "Angestellte" im NS Staat ein Zwangsarbeiter oder eine Zwangsarbeiterin. Überall begegneten sich Deutsche und Zwangsarbeiter: in der Rüstungsfabrik, bei der Ernte, bei der Müllabfuhr, im Handwerksbetrieb oder als Dienstmädchen in den privaten Haushalten. Zwangsarbeiter gab es an jeder Ecke mitten in den Städten und Dörfern.

Allein im Industriebezirk Treptow befanden sich mehr als 100 dieser Lager.

Bei Kriegsende waren die Zwangsarbeiter zwar frei, aber die Anerkennung als NS-Opfer erhielten sie nicht.
Text:Dokumentationsstelle

Die Zwangsarbeiter kamen aus ganz Europa, viele von ihnen waren noch Kinder. Ab dem Jahre 2000 erhielt ein Teil der noch lebenden Zwangsarbeiter eine symbolische Entschädigung, Kinderhäftlinge z.B einen Maximalbetrag vom 2.669 Euro für mehrere Jahre Zwangsarbeit in deutschen Fabriken. Die am schlimmsten misshandelte Gruppe waren sowjetische Kriegsgefangene. Ihnen wird bis heute jede Anerkennung als Zwangsarbeiter verwehrt. Einzig der private Berliner Verein http://www.kontakte-kontakty.de/hat es sich zur Aufgabe gemacht, so gut es geht überlebende Kriegsgefangene Zwangsarbeiter durch kleine Anerkennung die Ehre zurück zu geben.
Nachtrag Januar 2016:
2015 beschloss der Bund den noch überlebenden Menschen, die als Kriegsgefangene zur Zwangsarbeit missbraucht wurden, ebenfalls eine kleine Entschädigung zu zahlen. Der Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI konnte mit > 800 Adressen helfen. Von diesen sollen bis heute durch die Behörden nur ein Bruchteil bearbeitet worden sein.

Vom S-Bahnhof Schöneweide ist das Dokumentationszentrum zu Fuß gut zu erreichen (750m)
http://www.dz-ns-zwangsarbeit.de/
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