Terezin Theresienstadt

Eine der zynischen Aktionen der Nazis, sie "schenkten" den Juden eine Stadt. http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Theresienstadt und http://de.wikipedia.org/wiki/Theresienstadt_(Film)

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Ravensbrueck

Frauen KZ Ravensbrück -Gedenkstätte
Siemens errichtete in unmittelbarer Nähe zum KZ eigene Werkshallen, in denen die Insassinnen genötigt wurden Präzisionsteile, wie fein gewickelte Spulen, herzustellen. Ende 1944 verlagerte der Konzern die gesamte Produktion von Militär-Fernsprechern in dieses sogenannte Siemenslager, in dem bis zu 2400 Frauen arbeiteten. Die Bedingungen hier waren so schlecht, dass sich im Mai 1945 dutzende Leichen vor den Baracken dieses Lagerteils aufstapelten.
http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Ravensbrück

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Maedchenlager Girls Camp

Das vergessene KZ - Doku von Hilli und Peter Zenker
Fährt man mit dem Rad den Radweg Lychen-Ravensbrück, so trifft man kurz vor der Mahn und Gedenkstätte Schilder, die auf ein "ehemaliges Mädchen KZ und Vernichtungslager" hinweisen. Folgt man den Schildern, so findet man sich auf
einem riesigen Gelände wieder, das eher den Eindruck eines verwahrlosten Industriegeländes als den einer Gedenkstätte macht. Einzig der Arbeit der "Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V." ist es zu verdanken, dass
man etwas über die schreckliche Geschichte dieses Ortes erfährt.
"Im KZ Uckermark wurden 1200 junge Frauen und Mädchen interniert, die größtenteils auf Antrag von Jugendämtern, Heimen oder Jugendgerichten durch die Reichszentrale zur Bekämpfung der Jugendkriminalität der RKPA eingewiesen wurden. Viele wurden direkt aus Fürsorgeeinrichtungen in das Lager gebracht, in dem sie unter extrem schlechten Lebensbedingungen Zwangsarbeit leisten mussten. Die Haftbegründungen waren wie im KZ Moringen vielschichtig und umfassten „pädagogische“ Argumente wie „Renitenz“, „Unerziehbarkeit“ oder „Arbeitsverweigerung“ ebenso wie eugenische oder rassische Begründungen. Eine nur auf Mädchen und Frauen angewandte Haftbegründung stellte die Zuordnung als „sexuell verwahrlost“ dar. Zudem wurden durch die Gestapo durch Schutzhaftbefehle junge Frauen wegen Beteiligung oder Unterstützung von Widerstandsgruppen, oppositionellen Einstellungen sowie „Geschlechtsverkehrs mit
fremdvölkischen Staatsangehörigen“ in das KZ Uckermark eingewiesen.[2] Im Juni 1944 wurde ein Nebenlager in Dallgow-Döberitz eingerichtet, in dem Mädchen, die sich in Uckermark bewährt hatten, untergebracht wurden. Im Januar 1945 wurde das Lager für den Massenmord an den Frauen aus Ravensbrück zu einem Vernichtungslager umgestaltet." (Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Uckermark)
Jahrzentelang wurde die Existenz des Mädchen KZ von offizieller Seite mehr oder weniger verneint. Offensichtlich waren von den Nazis als "asozial" diffamierte Mädchen keiner Einbeziehung in die Mahn und Gedenkstätte Ravensbrück wert. Erst seit Mitte der 90er Jahre wurde das Geländer durch die Aktivitäten von Überlebenden und der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis e.V. wieder sichtbar gemacht. Seit nunmehr 17 Jahren finden regelmäßig Bau-und Begegnungscamps statt, die sich die Schaffung eines Gedenkortes zur Aufgabe gemacht haben. 2010 versprach der damalige Präsident des Landes Brandenburg den Überlebenden eine "würdige Lösung" für das Gelände.
Weitergehende Informationen findet man auf:
http://www.gedenkort-kz-uckermark.de/index.htm

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Zwangsarbeit

Gleich nebenan - Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Im Sommer 1942 war jeder zweite Landarbeiter und jeder vierte "Angestellte" im NS Staat ein Zwangsarbeiter oder eine Zwangsarbeiterin. Überall begegneten sich Deutsche und Zwangsarbeiter: in der Rüstungsfabrik, bei der Ernte, bei der Müllabfuhr, im Handwerksbetrieb oder als Dienstmädchen in den privaten Haushalten. Zwangsarbeiter gab es an jeder Ecke mitten in den Städten und Dörfern.
Allein im Industriebezirk Treptow befanden sich mehr als 100 dieser Lager.
Bei Kriegsende waren die Zwangsarbeiter zwar frei, aber die Anerkennung als NS-Opfer erhielten sie nicht.
Text:Dokumentationsstelle
Die Zwangsarbeiter kamen aus ganz Europa, viele von ihnen waren noch Kinder. Ab dem Jahre 2000 erhielt ein Teil der noch lebenden Zwangsarbeiter eine symbolische Entschädigung, Kinderhäftlinge z.B einen Maximalbetrag vom 2.669 Euro für mehrere Jahre Zwangsarbeit in deutschen Fabriken. Die am schlimmsten misshandelte Gruppe waren sowjetische Kriegsgefangene. Ihnen wird bis heute jede Anerkennung als Zwangsarbeiter verwehrt. Einzig der private Berliner Verein http://www.kontakte-kontakty.de/hat es sich zur Aufgabe gemacht, so gut es geht überlebende Kriegsgefangene Zwangsarbeiter durch kleine Anerkennung die Ehre zurück zu geben.
Nachtrag Januar 2016:
2015 beschloss der Bund den noch überlebenden Menschen, die als Kriegsgefangene zur Zwangsarbeit missbraucht wurden, ebenfalls eine kleine Entschädigung zu zahlen. Der Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI konnte mit > 800 Adressen helfen. Von diesen sollen bis heute durch die Behörden nur ein Bruchteil bearbeitet worden sein.
Vom S-Bahnhof Schöneweide ist das Dokumentationszentrum zu Fuß gut zu erreichen (750m)
http://www.dz-ns-zwangsarbeit.de/

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